Musikverein Odenheim

Auch in diesem Jahr begeisterte der Musikverein Odenheim wieder seine Gäste bei seinem großen Jahreskonzert in der Odenheimer Mehrzweckhalle. Unter dem Motto „Alles Klassik, oder was?“ zeigte der MVO dieses Mal, dass sich Klassik auch modern anhören kann und man das auch ohne Streich-Instrumente toll arrangieren kann.

Den Anfang machte das Jugendorchester des Vereines, das wie immer unter der Leitung von Carolin Fuchs stand, allerdings mit einem irischen Segensgruß mit dem schönen Namen „Blessing“ (deutsch: Segen), bevor der 1. Vorsitzende des Vereines Jürgen Weiß unter anderem Bürgermeister Geider und Ortsvorsteher Rinck begrüßte und gleichzeitig sich bei den Sponsoren für die Unterstützung bedankte.

Danach ging es dann wirklich klassisch weiter. Die Überraschung war dann im Saal allerdings doch sehr groß, als bei den drei Stücken von Mozart, Strauss jun. und Rossini kein Instrument eingesetzt wurde. Stattdessen „spielte“ man im wahrsten Sinne des Wortes mit vollem Körper-Einsatz. Alle drei Lieder wurden nur mit Klatschen, Stampfen oder Schenkel-Klopfen interpretiert, was das Publikum mit einem großen Applaus honorierte.

Mit einem Medley der schönsten Melodien aus Filmen von Walt Disney (Pocahontas, Aladdin, Die Schöne und das Biest) wollte man sich dann eigentlich verabschieden, wurde dann allerdings „gezwungen“, noch eine Zugabe in Form einer weiteren Film Melodie – „Ghostbusters“ – hinterher zu schieben.

Jetzt nahm das große Blas-Orchester unter der Leitung von Mirjam Auderer-Meixner auf der Bühne Platz und begann sein Programm mit dem Marsch „Prager Leben“ von den Egerländer Musikanten sowie „Mährische Skizzen“ von Josef Jiskra, einem Stück, das von schönen Harmonien geprägt war und bei dem sich langsame und tragende Teile schön mit schwungvollen Parts abwechselte.

Yannick Dewald und Timo Rinck standen dann im Mittelpunkt des Geschehens, als sie ihr großes Können bei dem Duett „Silberne Trompeten“ unter Beweis stellen konnten, bevor es mit „Viva Belcanto“ wieder klassisch wurde. In dem Lied, welches von Alfred Bösendorfer arrangiert wurde, waren dann Ausschnitte aus „Aida“ oder auch „Nabucco“ zu hören.

Nach der Pause ging es mit dem „Concerto d’Amore“ (Konzert der Liebe) von Jacob de Haan und „Chariots of Fire“, der Oscar-prämierten Titelmelodie aus dem Film „Die Stunde des Siegers“ weiter, ehe mit „Adventure“ (Abenteuer) ein Stück zu hören war, das eine fiktive Geschichte eines Superhelden erzählte.

Mit „The Woman in White“ von Andrew Lloyd Webber wurde dann auch das Genre „Musical“ quasi „abgearbeitet“ und bevor mit einer weiteren Titelmelodie („The Rock – der Fels der Entscheidung“) das große Orchester sein Programm beendete, dankte Jürgen Weiß dem Publikum für sein Kommen, sowie den Ensembles, den Helfern und nicht zuletzt den beiden Dirigentinnen für ihr Engagement.

Doch auch das große Blasorchester kam nicht um eine Zugabe herum und so gab man zum Abschluß des gut 3-stündigen Programmes noch „Wien bleibt Wien“ von Johann Schrammel zum Besten, was den krönenden Abschluss eines großartigen Abends darstellte.

– Mit freundlicher Genehmigung der BNN –

Dieser Artikel wurde am Montag, den um 15:54 Uhr von veröffentlicht und wurde unter Aktuelles abgelegt.